Halt bloß die Füße stillDie Zeit stand still und die Füße drehten sich im Kreis. Während sich die Gäste von Ursulas Geburtstag im Haus Nicklass in Zeitlupe bewegten, trafen sich die Choirblax am Kölner Hauptbahnhof im Zeitraffer Tempo und fuhren mit dem Zug mit dreifacher Geschwindigkeit Richtung Süden. Eine Rede im Schnecketempo wurde parallel zum hochgeschwindigkeits Aussteigen am Stuttgarter Hauptbahnhof gehalten. Die Sänger fuhren in der Bandlimo über Land und wurden vom Blitzlichtgewitter eines Starenkastens erleuchtet, während die Gäste zur Vorspeise in die Linse des Geburtstagsfotografen lächelten. Eine niedere Notdurft verursachte für einen der Sänger einen zusätzlich Druck, der auf diesen engen Zeitplan durch seine Blase ausgeübt wurde. Da dies sein erster Auftritt mit dem famosen Quartett sein sollte, war die Spannung unverhältnismäßig hoch. Wie ein Streif am Horizont waren die Rücklichter des Wagens in dieser Nacht zu sehen, als sich die Sänger schon leise einsummend im Eingangsbereich des Hotels befanden. Die Zeit schien stillzustehen, als nun die vier Kölner Sänger vor dem gespannten Publikum sangen. Tempo rauf, Tempo runter, alles und alle waren im Einklang. Wunschlieder wurden erfüllt, Standards präsentiert. Doch schon nach dem letzten Lied verabschiedeten sich die Sänger von allen und fuhren mit raketenartiger Geschwindigkeit zu ihrer letzten Möglichkeit nach Köln zum Stuttgarter Hauptbahnhof. Eine Verspätung des Trams durchkreuzte den eng gesteckten Zeitplan des schwarzen Chors aus Köln und nach einer voluminösen Stärkung ging es Richtung Nordwest, ins Epizentrum des Gesangs ohne Instrumente. Bilder